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Unfallversicherung

Der Zweck einer Unfallversicherung besteht darin, dauerhafte Folgen eines Unfalls finanziell abzusichern. Falls das Unfallopfer beispielsweise aufgrund etwaiger Langzeitschäden nicht mehr berufstätig werden kann oder gar auf die Hilfe von Pflegepersonal angewiesen sein sollte, ist dies nicht nur ein tragischer Schicksalsschlag, sondern bedeutet gleichzeitig oft auch den finanziellen Ruin. Im Rahmen einer Unfallversicherung werden eventuell anfallende, hohe Kosten für Pflege und medizinische Behandlung, sowie der Ausfall des monatlichen Arbeitseinkommens abgefangen.

Im Allgemeinen unterscheidet man in Deutschland zwischen der gesetzlichen und der privaten Unfallversicherung. Die gesetzliche Variante ist fester Bestandteil der hiesigen Sozialversicherung und wird ebenso wie die gesetzliche Krankenversicherung im bundesdeutschen Sozialgesetzbuch geregelt. Hierbei greift jedoch das Siebte Buch des Sozialgesetzbuchs, das als Basis für diese Form der Unfallversicherung fungiert.

Die gesetzliche Unfallversicherung kommt bei Arbeitsunfällen, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und Berufskrankheiten zum Einsatz und verfolgt in erster Linie den Zweck, die Leistungsfähigkeit des verunfallten Versicherten wiederherzustellen. Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung werden durch die Mitgliedsunternehmen finanziert, die im Zuge eines rückwirkenden Umlageverfahrens Jahresbeiträge zu leisten haben. Als Träger fungieren die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, sodass die gesetzliche Unfallversicherung für den Versicherten mit keinerlei Pflichten einhergeht.

Das Siebte Buch des Sozialgesetzbuchs definiert ausführlich, in welchen Fällen eine Leistungspflicht der gesetzlichen Unfallversicherung dem Versicherten besteht. Zudem ist hierin festgelegt, welche Personengruppen in der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert sind. Arbeitnehmer, Landwirte, Pflegepersonen, Auszubildende, Schüler, Studenten und auch Kinder, die einen Kindergarten oder eine Tagesstätte besuchen, sind im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. Wer im Zivil- oder Katastrophenschutz als Helfer eingesetzt wird, bei einem Unglücksfall hilft, Blut- oder Organspender ist, hat ebenfalls Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Dies ist natürlich nur dann der Fall, wenn der Unfall mit der entsprechenden Tätigkeit, die mit einer Pflichtversicherung einhergeht, im Zusammenhang steht.

Neben der gesetzlichen Unfallversicherung besteht in Deutschland ebenfalls die Möglichkeit, eine private Unfallversicherung abzuschließen. Generell dient auch diese dem finanziellen Schutz infolge eines Unfalls. Nichtsdestotrotz existieren hierbei mitunter massive Differenzen. So wird eine private Unfallversicherung auf freiwilliger Basis abgeschlossen und ist nicht nur auf Unfallschäden beschränkt, die durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit auftreten.

So wird der Leistungsfall einer privaten Unfallversicherung bei Abschluss der Police individuell festgelegt und muss sich daher nicht nur auf einen einzigen Teilbereich des Lebens beschränken. Falls vertraglich keine genauen Angaben gemacht werden, gilt der Versicherungsschutz jederzeit und überall. Ein Unfall im eigenen Haushalt und ein Unglück im Urlaub sind hiermit also gleichermaßen abgesichert, sodass eine private Unfallversicherung einen umfassenden Schutz gewährleistet und somit eine ideale Ergänzung zur gesetzlichen Unfallversicherung darstellt.

Nicht nur der konkrete Versicherungsfall, sondern auch die exakten Leistungen einer privaten Unfallversicherung können im Allgemeinen individuell vereinbart werden. So lässt sich das Leistungsspektrum beispielsweise um Zahlungen im Todesfall oder Sofortleistungen bei schweren Verletzungen erweitern. Kosmetische Operationen, die infolge eines Unfalls erforderlich sind, können im Rahmen einer privaten Unfallversicherung ebenfalls mitversichert werden. Folglich erfüllt die private Unfallversicherung nicht nur den Zweck, die Leistungsfähigkeit des Unfallopfers wiederherzustellen, sondern passt sich den Wünschen und Erwartungen des Versicherten an.

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