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Pflegeversicherung

Eines Tages auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein und das eigene Leben nicht mehr selbständig bewältigen zu können, ist wohl für jeden Menschen eine schreckliche Vorstellung. Eine Pflegeversicherung deckt die Zahlung des sogenannten Pflegegeldes ab, sofern eine Pflegebedürftigkeit des Versicherten besteht.

In der Bundesrepublik Deutschland hat die gesetzliche Pflegeversicherung eine soziale Aufgabe, denn mit ihr soll sichergestellt werden, dass Personen, die aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit auf Unterstützung angewiesen sind, solidarisch abgesichert sind. Das Pflegegeld wird sowohl bei einer ehrenamtlichen Pflege beispielsweise durch Verwandte, als auch bei einer professionellen Pflege gezahlt und kann zusätzlich auch zur Kostendeckung für etwaige Pflegehilfsmittel und Maßnahmen, die die gegenwärtige Wohnsituation für den Pflegebedürftigen verbessern, eingesetzt werden.

Die Höhe des monatlichen Pflegegeldes orientiert sich stets an der Schwere der Pflegebedürftigkeit und wird in sogenannten Pflegestufen definiert. Bevor der Versicherte jedoch Pflegegeld erhält, muss dessen Pflegebedürftigkeit einwandfrei nachgewiesen werden. Dies erfolgt in der Regel durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, der nicht nur die Pflegebedürftigkeit selbst, sondern ebenfalls ihre Ausprägung feststellt.

Da die soziale Pflegeversicherung ein fester Bestandteil der deutschen Sozialversicherung darstellt, haben die meisten Bundesbürger hierzulande nicht die Wahl, ob sie in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert sein möchten, sondern müssen auf jeden Fall entsprechende Beiträge leisten. Diese werden gemeinsam mit anderen Abgaben, wie zum Beispiel Krankenversicherungsbeiträgen, umgehend vom Bruttolohn abgezogen. So besteht für all diejenigen, die gesetzlich krankenversichert sind, auch eine Versicherungspflicht in der sozialen Pflegeversicherung. Als Träger der Pflegeversicherung fungieren die Pflegekassen, die als Teil der gesetzlichen Krankenkassen errichtet wurden und beispielsweise die Beauftragung des Medizinischen Dienstes zur Erstellung eines Pflegegutachtens übernehmen.

Zusätzlich zur gesetzlichen Pflegeversicherung kann man ebenfalls eine entsprechende, private Zusatzversicherung abschließen. Da die Mittel der gesetzlichen Pflegeversicherung sehr begrenzt sind und das Pflegegeld daher für gewöhnlich äußerst knapp bemessen ist, erweist sich eine private Zusatzversicherung auch für Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung als sehr sinnvoll. Auf diese Art und Weise sichert man sich eine bestmögliche Versorgung im Pflegefall, sodass trotz Pflegebedürftigkeit eine maximale Lebensqualität erhalten bleibt.