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Gesetzliche Krankenversicherung

Als Teil des deutschen Sozialversicherungssystems ist die gesetzliche Krankenversicherung eines der zentralen Basiselemente des hiesigen Gesundheitssystems. Mithilfe dieser Versicherung wird die medizinische Versorgung der hier lebenden Menschen gewährleistet, denn die verpflichtende gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten, die durch eine Erkrankung, einen Unfall oder notwendige Vorsorgemaßnahmen anfallen.

Aufgrund der allgemeinen Krankenversicherungspflicht in Deutschland ist die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse für die große Mehrheit der Bundesbürger verpflichtend. Im Gegensatz zu Freiberuflern, Beamten und Selbständigen haben Arbeitnehmer, deren Einkommen unter der juristisch definierten Versicherungspflichtgrenze liegt, nicht die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung, sondern müssen sich über eine gesetzliche Krankenkasse versichern.

Konträr zur privaten Krankenversicherung orientiert sich die Beitragshöhe bei einer gesetzlichen Krankenkasse niemals nach den gesundheitlichen Risiken des Versicherten, sondern folgt ausschließlich dem Solidaritätsprinzip. So erfolgt die Beitragsbemessung stets auf Grundlage des Einkommens und beträgt einen festgelegten Prozentsatz.

Das Fünfte Buch des Sozialgesetzbuchs, das in der Bundesrepublik Deutschland die juristische Grundlage für die gesetzliche Krankenversicherung darstellt, definiert aber nicht nur die Beitragshöhe, sondern befasst sich ebenfalls mit den Aufgaben und Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Demnach dient diese in erster Linie der Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Heilung der Versicherten. Darüber hinaus erfüllt die gesetzliche Krankenversicherung auch den Zweck, die Gesundheit der Versicherten im Rahmen verschiedener Maßnahmen zu erhalten. Das SGB V schreibt diesbezüglich vor, dass sämtliche Leistungen zweckmäßig, ausreichend und gleichzeitig wirtschaftlich sein müssen. Aus diesem Grund darf eine gesetzliche Krankenkasse ausschließlich Leistungen erbringen, bei denen eine absolute Notwendigkeit besteht. Pflichtversicherte haben also nur auf unbedingt notwendige Behandlungen einen rechtlichen Anspruch und müssen etwaige Mehrleistungen, selbst wenn diese im Einzelfall angeraten sind, in der Regel aus der eigenen Tasche zahlen. Im Gegensatz dazu existieren bei einer privaten Krankenversicherung derartige Einschränkungen nicht, da das Fünfte Buch des Sozialgesetzbuchs hier nicht greift.

Trotz dieser leistungsbezogenen Einschränkungen sind die meisten Menschen hierzulande bei einer gesetzlichen Krankenversicherung gemeldet. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass die meisten Bundesbürger keine Wahl haben, weil sie in einem angestellten Arbeitsverhältnis stehen und die Versicherungspflichtgrenze mit ihrem Einkommen nicht überschreiten. Ist dies der Fall spricht man von Pflichtversicherten. Darüber hinaus haben aber auch Selbständige, Freiberufler und alle anderen Personen, für die keine Versicherungspflicht gilt, Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung. Für die freiwillig Versicherten bestehen häufig spezielle Angebote, die sich in einigen Punkten von der herkömmlichen Pflichtversicherung unterscheiden. Aus diesem Grund ist hierbei unbedingt eine ausführliche Beratung angeraten, um maximale Leistung zum besten Preis zu erhalten.

>> Vergleich zur Gesetzlichen Krankenversicherung <<

>> Vergleich zur Privaten Krankenversicherung <<