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Krankenversicherung

In der Bundesrepublik Deutschland ist die Krankenversicherung ein fester Bestandteil des Sozialversicherungssystems und daher für jeden Bundesbürger verpflichtend. Eine solche Versicherung dient zur Erstattung von Kosten, die durch die medizinische Behandlung in Folge eines Unfalls, einer Erkrankung oder im Rahmen von Vorsorgemaßnahmen entstehen. Somit stellt eine Krankenversicherung die medizinische Grundversorgung der Versicherten sicher und einen zentralen Bestandteil des hiesigen Gesundheitssystems dar.

Das Konzept der Krankenversicherung wurde in Deutschland bereits im Jahre 1883 durch Otto von Bismarck, den damaligen Reichskanzler des Deutschen Kaiserreiches, eingeführt. Unter Bismarck bestand jedoch ausschließlich für Mitglieder der Arbeiterschaft eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse. Auf diese Art und Weise konnte auch für die Bevölkerungsschichten mit geringem Einkommen eine medizinische Versorgung gewährleistet werden, schließlich hätten sich diese Gesundheitsbehandlungen ansonsten nicht leisten können.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, im Jahre 1911, fand dann eine grundlegende Reform des deutschen Gesundheitssystems statt, in deren Zuge das Versicherungsgesetz für Angestellte erlassen wurde. Fortan unterlagen auch diese der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse. Parallel dazu entstand die private Krankenversicherung, die sich von Anfang an nur an Selbständige und Personen mit einem höheren Einkommen gerichtet hat.

Obwohl im Laufe der Jahre zahllose Reformen und Gesetzesänderungen vorgenommen wurden, unterscheidet man im Bereich der Krankenversicherungen noch immer zwischen gesetzlichen und privaten Versicherungen. Als Teil des Solidarsystems unterliegt die gesetzliche Krankenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland strengen Regeln, sodass beispielsweise die Beitragshöhe gesetzlich festgelegt ist. Gesetzliche Krankenkassen dürfen außerdem keine Zuschläge aufgrund von Alter, Vorerkrankungen oder gesundheitlichen Risiken erheben.

Juristische Basis für die gesetzliche Krankenversicherung bildet das Fünfte Buch des Sozialgesetzbuchs (kurz SGB V), wodurch diese Form der Krankenversicherung in Deutschland gesetzlich verankert ist. Versicherte erhalten hierbei ausschließlich Sachleistungen, die zur Vorbeugung von Krankheiten, Früherkennung, Behandlung von Erkrankungen oder zur medizinischen Rehabilitation dienen. Das exakte Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung ist im Fünften Buch des Sozialgesetzbuchs definiert und erlaubt somit keinerlei Ermessensspielraum.

Neben gesetzlichen Krankenkassen bieten hierzulande auch zahlreiche private Institutionen die Möglichkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen. Im Gegensatz zur gesetzlichen Variante unterliegen diese keinen derartig strengen Gesetzen und genießen daher im Bezug auf ihr Leistungsspektrum eine maximale Freiheit.

Die Aufnahmebedingungen gehören zu den wesentlichen Differenzen zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung. So haben ausschließlich Selbständige, Beamte, sowie Arbeitnehmer mit einem Einkommen, das über der gesetzlich festgelegten Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, die Möglichkeit, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Des Weiteren bestehen für ein privates Versicherungsunternehmen keine gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Beitragsgestaltung, sodass Zuschläge für ältere Menschen, chronisch Kranke oder Angehörige bestimmter Risikogruppen an der Tagesordnung sind.

>> Vergleich zur Privaten Krankenversicherung <<

>> Vergleich zur Gesetzlichen Krankenversicherung <<