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Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung haftet für sämtliche Schäden, die der Versicherte einer dritten Person zugefügt hat. Falls der Versicherungsnehmer beispielsweise seine Sorgfaltspflicht vernachlässigt hat und so eine Verletzung eines Dritten verschuldet hat, springt die Haftpflichtversicherung ein und übernimmt den fälligen Vermögensausgleich.

Durch die Beiträge zur Haftpflichtversicherung sichert man sich als Versicherungsnehmer somit gegen Schadensersatzansprüche und etwaige Forderungen Dritter ab. Falls unberechtigte Ansprüche gestellt werden, fungiert die Haftpflichtversicherung zudem als passive Rechtsschutzversicherung. Aber selbst wenn die Forderungen berechtigt sind, ist es unter Umständen fraglich, ob die Versicherung die Vermögensnachteile der dritten Person ausgleicht. Wie bei allen anderen Versicherungen auch sind hierfür die einzelnen Klauseln der jeweiligen Police ausschlaggebend, schließlich geben nur diese Auskunft über den genauen Versicherungsschutz.

Nichtsdestotrotz ist das grundlegende Leistungsspektrum einer Haftpflichtversicherung stets gleich. So werden Kosten, die im Zusammenhang mit einer deliktischen Haftung oder einer Gefährdungshaftung stehen, in der Regel von der Haftpflichtversicherung übernommen. Wenn der Versicherte seine Sorgfaltspflicht nicht ausreichend beachtet hat und infolge dessen einer dritten Person eine Verletzung oder einen Sachschaden zugefügt hat, spricht man in der Fachsprache von einer deliktischen Haftung. Obwohl der Versicherungsnehmer für die so entstandenen Schäden die volle Verantwortung trägt, muss er die damit verbundenen Kosten nicht zahlen, sofern er über eine Haftpflichtversicherung verfügt. Eine Gefährdungshaftung liegt dahingegen vor, wenn der Versicherte durch sein Verhalten eine massive Gefährdung hervorgerufen hat, die einem Dritten wiederum Schaden zugefügt hat. Auch in solchen Fällen haftet die Versicherung, sodass der Versicherungsnehmer von etwaigen Schadensersatzforderungen verschont bleibt.

Haftpflichtversicherungen sind hierzulande zwar grundsätzlich nicht verpflichtend und werden daher für gewöhnlich auf freiwilliger Basis abgeschlossen, dennoch existieren hierfür in der Bundesrepublik Deutschland strenge Rahmenbedingungen, die in den Paragraphen § 100 bis § 124 des Versicherungsvertragsgesetzes gesetzlich verankert sind. Als Basis dienen die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung, die selbstverständlich durch Individualvereinbarungen erweitert und den persönlichen Ansprüchen angepasst werden können. Zudem enthalten die Versicherungsbedingungen ebenfalls diverse Ausschlüsse, mit deren Hilfe all jene Fälle definiert werden, in denen die Haftpflichtversicherung nicht haftet. Vorsätzlich herbeigeführte Schäden werden folglich nicht durch eine solche Versicherung abgedeckt. Dies trifft ebenfalls auf Ansprüche zu, die zwischen Familienangehörigen oder Personen bestehen, die durch den gleichen Versicherungsvertrag versichert sind.

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